Paragliding in Zermatt – die Welt zu unseren Füßen

Ohje, ohje, das ist aber wirklich verdammt hoch. Und wackelig. Mein Bauch wird schon ganz flau…
Heute geht es für Stefan und mich hoch hinaus. Wir machen nämlich Paragliding. In Zermatt. Direkt mit dem Matterhorn im Blick. Ein Traum.

Los geht es gegen Mittag. Wir treffen unsere beiden Guides an der Gornergratbahn. Chris und Ronny. Chris sieht aus wie ein Verschnitt von Crocodile Dundee. Irgendwie wild. Wie so ein richtiger Abenteurer. Ronny dagegen ist klein und dünn und muss an seinem Paragliding Rucksack ganz ordentlich schleppen. Naja, Hauptsache, die wissen, was sie tun. Denn noch bin ich skeptisch…

Zu viert fahren wir mit der Gornergratbahn bis zum Riffelberg. Unterwegs entscheiden die beiden Guides, dass ich mit Chris und Stefan mit Ronny fliegen werden. Oha, mal sehen, wie das wird…

Am Riffelberg angekommen, laufen wir erst einmal einige Meter auf der Wiese zu unserem Startplatz. Dort sind Ronny und Chris erst mal ein bisschen beschäftigt, da die Gleitschirme ausgebreitet und entkutzelt werden müssen. Dann bekommen wir unsere Montur angelegt. Ich bin schon so nervös, dass Chris und ich Stefan und Ronny den Vortritt lassen, damit ich mir den Start genauer angucken kann. Stefan und Ronny rennen los – und fliegen. Krass. Das sah echt nicht so schwer aus. Jetzt sind wir dran. Chris wartet noch auf den richtigen Wind, dann heißt es losrennen. Ich komme kaum vorwärts. Aber mit einem kleinen Schubs geht es dann doch. Jetzt bloß nicht hinsetzen, denn dann fallen wir ins Gras. Aber ruckzuck sind auch wir in der Luft. Jetzt kann man sich richtig in den Gleitschirm reinsetzen. Das ist tatsächlich gemütlicher als ich dachte.

Paragliding-in-Zermatt-001

Unter uns liegt ganz klein Zermatt. Wahnsinn. Was für ein Ausblick! Wir sind wirklich richtig hoch. Und über uns thront das Matterhorn. Wir fliegen ein paar Kurven und quer über das Tal. An der gegenüberliegenden Felswand suchen die beiden Guides Thermik. Chris erklärt mir, dass die warme Luft den Gleitschirm länger in der Luft halten kann. Und dass es wackelig werden kann. Und ja, tatsächlich, es ruckelt ganz ordentlich. Das ist mir nicht so ganz geheuer. Vor allem, da ich vor Jahren als Kind in der Serie „Notruf“ mal einen Fall gesehen habe, bei dem ein Paraglider über Zermatt an einer Felswand hängengeblieben ist und fast abgestürzt wäre. Als Chris und ich den Bereich der Thermik verlassen, fühle ich mich wieder wohler. Mein Bauch ist nämlich ziemlich flau irgendwie…

Paragliding-in-Zermatt-004

Wir fliegen noch ein bisschen über Zermatt hin und her, bevor wir zum Landeanflug ansetzen. Wir gehen ganz gemütlich runter. Bei der Landung zieht mich der Schirm jedoch so nach hinten, dass ich erst einmal auf dem Po lande. Plumps.

Sicher auf meinen Füßen stehend beobachte ich die Landung von Stefan und Ronny. Die beiden gehen in Spiralen runter und ich höre nur das Jauchzen von Stefan. Schließlich haben auch sie wieder Boden unter den Füßen.

Fazit:

Das war ein echtes Erlebnis. Definitiv cool und aufregend. Vor allem in so einer tollen Kulisse wie dem Matterhorn. Aber obwohl Chris mir versichert, dass der Gleitschirm das sicherste Flugmittel überhaupt sei und ganz von alleine fliege, ist es schon ein mulmiges Gefühl, nur an einem kleinen Schirm so weit oben durch die Luft zu fliegen. Sicherlich nicht jedermanns Sache.

Wo buchbar?

www.alpine-adventures-zermatt.com

Paragliding-in-Zermatt-002

Kleines Video von unserem einmaligen Erlebnis:

2 Gedanken zu “Paragliding in Zermatt – die Welt zu unseren Füßen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *