Unterwegs im Harz – unsere drei Ausflugstipps

An dem Wochenende, das wir im Harz verbracht haben, waren es Ende Juni leider nur um die 10°C und auch der Regen hat uns nicht verschont. Was für einen Aufenthalt in der Kuschelhütte ideal ist, ist zum Entdecken und Erkundenwollen leider suboptimal.

Wie wir unseren Tag mit Baby trotz Wind und Wetters gestaltet haben und welche tollen Ecken wir im Harz kennengelernt haben, wollen wir dir in diesem Beitrag zeigen.

Die Teufelsmauer

Die Teufelsmauer ist eine Felsformation, die sich ca. 20 km durch den Harz erstreckt. Ursprünglich war von uns eine 2 km Rundwanderung geplant, auf der wir den Königstein, eine besonders markante Felsform, bestaunen wollten. Aber wie das mit Plänen so ist – es kommt doch immer anders.

Zum Einen war es an diesem Samstagmorgen leider am steten Nieseln, windig und sehr frisch. Die Idee, unseren Kleinen in seine Trage zu packen, war also schnell verworfen. Wir entschieden uns für den Kinderwagen mit Regenschutz, in dem wir ihn dick einmummeln konnten. Dann – zum Anderen – fanden wir den als Startpunkt des Rundweges angegebenen Wanderparkplatz Weddersleben nicht. Internetempfang war leider nicht drin, daher entschieden wir uns nach erfolgloser Parkplatzsuche so nah wie möglich an die Teufelsmauer heranzufahren und dort unser Auto abzustellen. Gesagt, getan.

Im Trockenen konnten wir losgehen, entlang eines Feldweges. Die Teufelsmauer kann man auch gar nicht verpassen, unübersehbar ragt sie in die Landschaft. So weit hat auch alles mit dem Kinderwagen gut geklappt. Doch schon von Weitem wurde die lange Treppe sichtbar, die sich zur Teufelsmauer hinaufwand. Da es nun doch konstant nieselte und wir unseren Kleinen daher nicht in die Trage umladen wollten, blieb nur eines: zu zweit hievten wir den schweren Wagen samt Baby die laaaaange Treppe hinauf. So wurde uns zumindest trotz der kühlen Temperaturen recht warm. Bei gutem Wetter hätten wir den Kinderwagen sonst auch einfach unten stehen gelassen, da wir zu dem Zeitpunkt (morgens 9:30 Uhr) die Einzigen dort waren.

Nach der Plackerei oben angekommen, wurden wir aber für die Mühe entschädigt. Die Teufelsmauer ist an dieser Stelle wirklich beeindruckend und der Königstein ragt majestätisch in den Himmel. Diesen Ort zu besuchen können wir definitiv empfehlen. Bergab ging es dann neben der Treppe am steilen Hang. Das war zumindest leichter als den Wagen wieder hinunterzutragen…

Auch wenn man natürlich noch viel mehr und weiter entlang der Teufelsmauer wandern kann, entschieden wir uns für den Rückweg zum Auto. Bei Regen und mit Kinderwagen wäre es auch ein doch sehr mühevolles Unterfangen geworden.

Baumwipfelpfad und Burgberg in Bad Harzburg

Da unser kleiner Mann nach der Teufelsmauer müde war und im Auto einschlief, entschieden wir uns spontan dazu, nach Bad Harzburg zu fahren und ihm so ein wenig Zeit zum Schlafen zu geben. Unser Ziel war der dortige Baumwipfelpfad. Das Auto parkten wir auf einem großen und kostenpflichtigen Parkplatz, von dem aus es in ein paar Minuten zu Fuß zum Ticketcenter ging. Mittlerweile war es auch wieder trocken, so dass wir Kombitickets für die Seilbahn sowie den Baumwipfelpfad kauften. Mit der Seilbahn fuhren wir hinauf auf den Burgberg von Bad Harzburg. Dies war übrigens auch die erste Gondelfahrt unseres Kleinen, der die Fahrt in seiner Trage mit großen Augen verfolgte.

Vom Burgberg aus kann man den Blick hinunter auf die Stadt und das umgrenzende Land genießen. Wer mag, kann hier auch in ein Gasthaus einkehren und sich für den Spaziergang hinunter ins Tal stärken. Wir lenkten unsere Schritte jedoch direkt in Richtung Tal. Vom Burgberg aus sind es 5 km, bis man den Eingang zum Baumwipfelpfad erreicht. Der Weg an sich war nun nicht sonderlich spektakulär, aber schön und auch nicht übervölkert.

 

Auf diese Weise kamen wir quasi am Ende des Baumwipfelpfades an. Über eine Sprechtaste konnten wir auch Einlass für unseren Kinderwagen erbitten.

Der Baumwipfelpfad – nun ja. Er war ganz nett und gerade für ältere Kinder ist das schon eine tolle Sache, aber uns persönlich hat der Baumwipfelpfad auf Rügen zum Beispiel viel mehr begeistert. In Bad Harzburg vermissten wir tolle Aussichten über die Baumwipfel. Am Anfang des Pfades, wenn man direkt vom Tal aus startet, schraubt sich der Baumwipfelpfad in die Höhe. Leider gibt es auf den letzten Metern hoch zur Plattform nur Stufen, so dass Besuchern mit Kinderwagen die Aussicht von dort leider verwehrt bleibt. Uns stellte sich direkt die Frage, wieso man die letzten Meter nicht ebenfalls auf gleiche Weise wie den Rest gebaut hat. Schade jedenfalls.

Fazit:

Der Baumwipfelpfad ist für Kinder sicherlich eine schöne Sache und ein tolles Ausflugsziel. Jedoch sollte man zu hohe Erwartungen lieber nicht haben. Die Seilbahnfahrt und der Burgberg haben mich persönlich dann doch schon mehr überzeugt. Die Kombitickets kosten pro Person 8,50 Euro. Der Kleine musste natürlich noch nichts bezahlen.

Der Radau-Wasserfall

Nur wenige Fahrtminuten vom Baumwipfelpfad entfernt befindet sich direkt an der B4 der Radau-Wasserfall. Dieser ist künstlich angelegt, was seine Schönheit jedoch nicht beeinträchtigt. Die Wassermassen stürzen bereits seit 1859 22 Meter in die Tiefe und machen dabei jede Menge Radau, so dass der Name Programm ist. An dem Samstag, an dem wir dort einen Stopp einlegten, war nichts los, so dass wir ganz in Ruhe und ohne weitere Menschen auf den Bildern unsere Fotos machen konnten. Besser ging es nicht.  Den Wasserfall fanden wir alle drei sehr beeindruckend und schön und definitiv einen Stopp wert.

Direkt in unmittelbarer Nähe zum Wasserfall gibt es auch eine idyllisch aussehende Gaststätte. Dort sind wir jedoch nicht eingekehrt.

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar