Stilvoll und ruhig übernachten im Nira Caledonia in Edinburgh

„Are you okay with the stairs?“, fragt uns der Concierge, während wir eine Treppe nach der nächsten nach oben steigen. Unser Zimmer liegt im Dachgeschoss und empfängt uns mit leiser klassischer Musik und britischem Flair.

Das Hotel

Für unseren Kurztrip nach Edinburgh haben wir uns ein besonderes Hotel ausgesucht: das Nira Caledonia. Das 4-Sterne Boutique Hotel gehört zu den Small Luxury Hotels of the World und liegt im wunderschönen Stadtteil Stockbridge. In dem alten, im georgianischen Stil errichteten Stadthaus finden sich Zimmer verschiedener Kategorien.

Von außen wirkt das Hotel recht unscheinbar, der Hotelname ist dezent am Haus angebracht, so dass man schnell vorbeilaufen könnte, wenn man nicht aufpasst.

Am Empfang wird man von einem Concierge begrüßt, der kleidungstechnisch definitiv in das Hotel passt. Ich sage nur Hosenträger und Fliege.

Das Zimmer

Unser Zimmer ist relativ klein, aber dafür sehr stilvoll und gemütlich eingerichtet. Das Design mutet definitiv britisch an und weist einige Karomuster auf. Nach Edinburgh passt dies ausgezeichnet. Ausgestattet ist es mit einem Queensize-Bett, einem Sessel, einem Schrank, einem Schreibtisch und einem Flachbildfernseher. Zudem gibt es eine Nespresso-Maschine mit drei verschiedenen Kapselsorten, einen Wasserkocher mit verschiedenen Teesorten, ein Radio und viele weitere kleine Annehmlichkeiten. Da die Stecker in Großbritannien von unseren abweichen, gibt es eine Docking-Station mit USB-Anschlüssen, an denen man ohne Adapter zum Beispiel das Handy aufladen kann. Für das Laden unserer Kamera konnten wir uns aber auch problemlos im Hotel einen Adapter ausleihen.

Im Bad warten Bademantel und Slipper darauf, getragen zu werden. Die Regendusche verwöhnt nach einem langen Sightseeing Tag ebenso wie die kleinen Produkte von L’Occitane, die jeden Tag frisch aufgefüllt werden. Sogar Haarspülung gibt es, was mich persönlich sehr gefreut hat. Ein kleines Manko hat das Bad jedoch: es ist wirklich sehr klein und hat keine eigene Heizung. So war es im Bad doch immer etwas frisch.

Absolut top ist auf jeden Fall die Ruhe im Hotel. Unsere Zimmernachbarn haben wir überhaupt nicht gehört und auch keinen Straßenlärm. So kann man wirklich herrlich entspannt schlafen.

Im gesamten Hotel gibt es kostenfreies WLAN mit wirklich top Empfang.

Das Restaurant

Frühstück ist bei einer Übernachtung im Nira Caledonia mit inbegriffen. Im wunderschönen und wirklich elegant eingerichteten Restaurant Blackwood’s Grill wird während der Woche von 7 – 11 Uhr und am Wochenende von 8 – 12 Uhr ein Frühstücksbuffet angeboten. Außerdem kann man auch warmes Frühstück bestellen, was wir aber nicht in Anspruch genommen haben. Für uns war das Buffet vollkommen ausreichend. Verschiedene Brotsorten, Toastbrot, diverse Marmeladen mit super leckerem Lemon Curd, Käse, Schinken, Lachs und Obst lassen keinen Wunsch offen. Unser Highlight: kleine frische Joghurts mit Müsli und Obst. Dazu hat man die Wahl zwischen verschiedenen Säften, Wasser, Tee und Kaffee. Den Latte Macchiato kann ich wärmstens empfehlen!

Auch abends kann man im Blackwood’s Grill essen. Hier empfiehlt es sich, einen Tisch zu reservieren, da das Restaurant nur wenige Tische bietet. Die Preise sind etwas gehobener, aber die Küche ist wirklich ausgezeichnet. Stefan hatte hier das beste Hühnchenfleisch seines Lebens und auch mein Schweinefleisch umwickelt mit Speck war vorzüglich. Stilles Wasser bekommt man in Schottland flaschenweise umsonst an den Tisch.

Die Lage

Etwas abseits der Touristenströme und dennoch zentral liegt das Nira Caledonia in Stockbridge, nur einen Steinwurf von der berühmten Circus Lane entfernt. Bis zur Princes Street, der großen Hauptstraße Edinburghs, sind es ca. 15 Minuten zu Fuß. Um ins Stadtzentrum zu gelangen muss man immer leicht bergauf laufen, dafür geht es auf dem Rückweg dann natürlich bergab. Es ist auf jeden Fall eine super Lage, um die Stadt zu erkunden.

Fazit

Uns hat das Hotel Nira Caledonia sehr gut gefallen und wir haben uns sehr wohlgefühlt. Der Stil des Hotels ist wunderschön und man fühlt sich ein bisschen in der Zeit zurück versetzt. Zudem strahlt das Hotel eine wundervolle Ruhe aus. Als einzige kleine Mankos haben wir das kleine und kühle Bad sowie das Queensize Bett empfunden, da hätten wir uns doch ein bisschen mehr Platz gewünscht.

Einen Fahrstuhl gibt es in dem alten Stadthaus nicht, so dass es für Personen, die Schwierigkeiten beim Treppensteigen haben, nicht unbedingt geeignet ist. Aber auch für Reisende, die woanders übernachten, können wir das Frühstück und Abendessen absolut empfehlen. Denk nur daran, einen Tisch zu reservieren.

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