Mein Ausflug nach Minō, Ōsaka

Geschrieben von Katja Weiner
Am 11. Mai 2013 habe ich mich mit einer Freundin in Minō, einer kleinen Stadt in der Präfektur Ōsaka, getroffen. Minō ist vor allem für seinen Wasserfall und die schöne Herbstzeit bekannt. In dieser Zeit färben sich in Japan die Blätter der Bäume in allen Rot- und Brauntönen, die man sich vorstellen kann.
An diesem Tag waren es allerdings nur etwa 10 Grad und es war extrem diesig. Wie bei jedem meiner Besuche sind wir erst einmal durch eine kleine Ladenstraße gelaufen, die hauptsächlich Nippes für Touristen verkauft. Auf den Weg zum Wasserfall läuft man durch einen Wald, an dessen Beginn einige schöne Tempel stehen. Während des gesamten Weges wird man von einem Fluss begleitet, der am Ende auf den Wasserfall trifft.

Nach einem Mittagessen mit zaru-soba (kalte Nudeln mit Sojasoße) haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Bevor man zum Wasserfall kommt, läuft man an einigen verlassenen Verkaufshütten vorbei, die in dieser Naturlandschaft recht morbide wirken, da sie schon lange nicht mehr genutzt wurden und langsam zuwachsen. Wir haben dann einige Zeit am Wasserfall gesessen. Trotz des kalten Wetters ist es dort immer recht gut besucht. Nach dem Abstecher beim Wasserfall haben wir uns dazu entschlossen, den Berg weiter hochzulaufen und zum Katsuō-ji Tempel zu wandern. Was uns in diesem Moment noch nicht bewusst war, war dass der Weg vier Kilometer an einer Schnellstraße langgeht. Und damit meine ich wirklich, dass man auf der Straße läuft, denn einen Seitenstreifen gab es nicht. Das war teilweise schon recht abenteuerlich und vor allem kalt, da vier Kilometer ja auch nicht gerade ein Spaziergang sind. Natürlich hätten wir auch den Weg durch den Wald nehmen können, aber der wäre aufgrund der verschlungenen Pfade fast doppelt so lang gewesen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir dann völlig durchgefroren an der buddhistischen Tempelanlage angekommen, die in den Bergen verteilt liegt und sich über etwa 200 Hektar zieht. Die Tempelanlage ist riesig und gehört zur Shingon-Sekte. Wobei Sekte hier nicht wie in Deutschland verstanden werden darf. Bei uns gilt das als Sekte, in Japan ist es eine uralte Religion und die Japaner verstehen auch den Zusammenhang mit dem Wort „Sekte“ nicht. Jeder Tempel in Japan ist einem bestimmten Bereich des Lebens gewidmet. Möchte man „gewinnen“, besucht man den Katsuō-ji. Aus diesem Grund findet man auch überall auf dem Gelände kleine und große Daruma-Figuren, die eine lange Tradition in Japan haben. Sie sind Glücksbringer, bei denen zuerst nur ein Auge eine Pupille erhält. Dann stellt man das Figürchen an einen Ort, an dem man oft vorbeikommt. Hat sich der Wunsch irgendwann erfüllt, bekommt er sein zweites Auge. Nachdem wir einige Zeit damit verbracht haben, einfach auf Ōsaka hinunter zu schauen, haben wir einen der wenigen Busse am Tag zurück in die Stadt genommen.

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