Der Mai ist gekommen – Wanderung durch das Angertal

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht, jetzt ist es tatsächlich schon Mai. Unglaublich! Wie könnte man den schönsten aller Monate besser einläuten, als mit einer Wanderung durchs Grüne? Am besten mit einer Wanderung durch das Angertal!Schon seit meiner Kindheit ist dies Tradition für mich. Leider hatte es die letzten Jahre nicht geklappt, aber in diesem Jahr ist es endlich wieder soweit. Nicht nur ich bin glücklich darüber, auch die Sonne strahlt!

Zusammen mit einem befreundeten Pärchen, Sascha und Anika, haben wir uns für einen Rundweg durch das Angertal entschieden. Direkt vor der Haustür also. Wir treffen uns mit ihnen am Wanderparkplatz „Auf der Aue“, den Stefan und ich mit einem kurzen Fußmarsch erreichen. Stefan wurde als unser Guide auserwählt und entscheidet sich direkt für einen kleinen Umweg. Ich bin skeptisch, ob wir dann überhaupt auf unseren Wanderweg treffen werden. Aber Stefan ist sich seiner Sache sicher und führt uns erst mal ein Stück durch den Wald, bis sich dieser lichtet und wir auf einen kleinen Bach treffen. Wir sind alle vier begeistert von der Schönheit der Natur an diesem Fleck hier. Es ist so richtig idyllisch und ruhig. Der Umweg hat sich auf jeden Fall gelohnt, und auch für Sascha und Anika, obwohl beide eingefleischte Ratinger sind, ist dieser Teil des Weges ganz neu.

Nach ein paar weiteren Metern treffen wir auf unseren eigentlichen Wanderweg mit der Markierung A9. Stefans Orientierungssinn ist also doch ziemlich gut 😉 Wir entscheiden uns dafür, ihn gegen den Uhrzeigersinn zu gehen und biegen dementsprechend rechts ab. Der Weg führt uns nun noch ein Stück durch den Wald und die erste Anhöhe hinauf, bis wir freie Felder erreichen. Hier blühen massenweise Pusteblumen und verlocken uns dazu, einige zu pflücken und mit aufgeblähten Wangen kräftig zu pusten. So schön! Das letzte Mal habe ich das als Kind gemacht. Ich muss mir direkt vorstellen, wie kleine Tierchen an den Pusteschirmen hängen und damit durch die Lüfte segeln, genau wie in den Zeichentrickfilmen immer… So süß!

Rechts und links sehen wir immer wieder Höfe, die total schön und romantisch aussehen. Hier könnte ich mich auch niederlassen, mit ein paar Schweinchen und Hühnern… Idyllischer geht es kaum noch.

Unsere Wanderung verläuft nun durch Homberg bzw. durch eine klitzekleine Ecke davon. Ruckzuck sind wir wieder im Feld und lassen uns auf zwei Bänken erst mal Schokobrötchen, Äpfel und Eier schmecken. Frisch gestärkt läuft es sich doch direkt besser. An der nächsten Weggabelung ist dann das Schild mit unserer Wegmarkierung im Busch verschwunden, aber dank vorheriger Internetrecherche wissen wir, welche Richtung wir einschlagen müssen. Weiter geht es also durch blühende Rapsfelder und tausende Fliegen. Ich bin nur noch am Mund-zusammengepresst-halten und mit-dem-Arm-hektisch-vor-dem-Gesicht-herumwedeln.

Schließlich beginnt der eigentlich schönste Teil der Wanderung. Wir kommen wieder in den Wald. Das erste Stück des Weges führt uns eine ganze Weile bergab, bis zu einem wunderschön angelegten und gelegenen Häuschen. Wer hier wohnt, hat echt Glück. Bah, wir begegnen einer dicken Hornisse, zum Glück aber nur aus der Ferne. Sie sitzt an einem Holzstamm und sonnt sich. Als ich nach einer Minute wieder hinsehe, ist sie allerdings nicht mehr dort. Leicht panisch schaue ich mich um, ob sie sich auch ja nicht an mich heranpirscht bzw. –fliegt. Fliegende Insekten mit Stacheln kann ich ja wirklich überhaupt nicht ausstehen.

Der Weg führt uns an der Anger entlang zurück in Richtung unseres Ausgangspunktes. Unterwegs stöbern wir ein bisschen am Ufer des Baches herum und entdecken einen süßen kleinen Frosch. Leider muss bei dieser Entdeckung zwar Anikas Hose dran glauben, aber so einen niedlichen Gesellen sieht man ja nicht jeden Tag. 😀

Auf dem letzten Rest der Wanderung sind wir alle schon leicht ko. Mich dürstet es unheimlich nach einem hausgemachten Eistee in der Auermühle. Wie gut, dass uns der Weg fast genau an der Auermühle vorbeiführt. So gönnen wir uns alle vier ein kaltes Getränk und laden unsere Batterien wieder auf. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung zurück nach Hause.

Fazit:

Ich kann euch diese Wanderung auf jeden Fall empfehlen. Es ist wirklich schön, die nahe Umgebung seines Wohnortes mal etwas genauer kennenzulernen. Denn für einen schönen Ausflug muss man wirklich nicht immer weit fahren, oft liegt die Idylle oder eine neue Entdeckung direkt vor der Haustür. Und ich bin sowieso dafür, die eigene Heimat gut zu kennen und zu entdecken. Denn auch Deutschland hat unheimlich schöne Gegenden und Orte.

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