Hotel Toscana in Florenz – Vorsicht, Finger weg!

So viele schöne Erlebnisse und Momente wir auf unseren Reisen haben, manchmal mischt sich auch eine negative Erfahrung darunter. So zum Beispiel während unseres Aufenthaltes in Florenz. Und damit dir das nicht auch passiert, hier unsere Warnung…

Während unserer Tage in Florenz hatten wir die wohl schlimmste Unterkunft, die wir bisher auf unseren Reisen gebucht haben: das Hotel Toscana. Zugegeben, ausschlaggebend für die Buchung war vor allem der niedrige Preis. 72 € für zwei Personen und zwei Nächte in Florenz – da mussten wir einfach zuschlagen. Natürlich kann man bei so einem günstigen Preis nicht groß was erwarten, das ist uns klar. Aber sooo schlimm hatten wir es nicht erwartet…

Unser Aufenthalt fing schon gut an. Unser Navi war in den kleinen Straßen von Florenz hoffnungslos verloren, so dass wir einige Zeit brauchten und mehrere Runden durch die Altstadt drehen mussten, bis wir das Hotel endlich fanden. Und dann natürlich: keinerlei Parkmöglichkeiten vorhanden. Dafür liegt das Hotel auch super zentral inmitten schmaler Gassen in der Altstadt von Florenz. Ein paar Meter entfernt befindet sich jedoch eine Park Garage (und zum Glück nicht so ein Alptraum wie in Bologna). Für teures Geld konnten wir hier unser Auto abstellen. Das war uns aber auch ganz lieb, denn das Parkhaus war bewacht.

Zu Fuß haben wir dann unser schweres Gepäck die Straße entlang zum Hotel und dort zur Rezeption im ersten Stock geschleppt. Der Schweiß lief nur so in Strömen. Nach dem Einchecken und einem recht positiven ersten Eindruck teilt uns der Rezeptionist mit, dass wir jedoch nicht dort schlafen werden, sondern ein Mitarbeiter uns gleich woanders hinbringt. Soweit, so gut, Gepäck also wieder nach draußen vor die Tür geschleppt.

Mit dem besagten Mitarbeiter liefen wir die Straße ein gutes Stück weiter. Immerhin war er so nett und half ein wenig beim Gepäcktragen. Schließlich erreichen wir unsere Unterkunft.

Pensione Ottaviani

Das Schild an der Tür lässt uns stutzen, durch den ganzen Stress und die Anstrengung vergessen wir aber, nachzufragen, warum wir in der Pensione Ottaviani untergebracht sind. Offenkundig hat der Name nichts mehr mit dem gebuchten Hotel Toscana zu tun.

Zuerst einmal müssen wir unser Gepäck aber in den dritten Stock schleppen. Der Schweiß hört nicht mehr auf zu fließen.

Unser Zimmer verfügt über drei Betten und ein winziges Bad. Dieses lässt sich jedoch nur durch eine Schiebetür vom Rest des Raumes trennen. Privatsphäre auf dem stillen Örtchen kann man hier also gleich vergessen… Generell macht das Zimmer keinen einladenden Eindruck: kalter Steinfußboden, ein Rollo, das sich nicht öffnen lässt und ziemlich alte Möbel… Das Bad wirkt so, als würde hier gleich alles zusammenbrechen… Ich tröste mich damit, dass wir nur zum Schlafen dort sein werden, aber dennoch möchte ich sofort raus und dem Zimmer so lange wie möglich den Rücken kehren.

Spät am Abend kriechen wir hundemüde unter die dünnen Laken. An Schlaf ist jedoch nicht zu denken. Nicht eine Sekunde. Es herrscht eine Lautstärke in dem „Hotel“, die jeden Lärm in einem Hostel übertrifft. Es wird geschrien, Türen werden geknallt, Musik schallt durch den Flur. Grauenhaft. Und kein Hotelangestellter, der etwas dagegen tun würde. Außerdem dröhnt der Verkehr draußen durch die engen Straßen. Wir fühlen uns, als würden wir direkt auf dem Bürgersteig liegen.

Die zwei Nächte in Florenz sind einfach furchtbar, wir tun kaum ein Auge zu. Und daher möchten wir dich eindringlich davor warnen, dieses Hotel zu buchen. Lass dir von uns versichern, du würdest es bereuen. Auch die super zentrale Lage kann die vielen Mankos des Hotels nicht ausbügeln.

Allerdings haben wir aus der Geschichte gelernt, von sehr günstigen Angeboten in Zukunft lieber die Finger zu lassen… Das, was man an Geld spart, verliert man eindeutig an Nerven…

Badezimmer Pensione Ottaviani FlorenzZimmer Pensione Ottaviani Florenz

1 Kommentar

  1. Veröffentlich von Janett am Dienstag, 23. Juni 2015 um 23:20

    Wir hatten so was ähnliches mal in Pisa. Wobei wir das besagte Hotel (unmittelbar am Schiefen Turm) eigentlich vor Ort gebucht hatten. Es war ein Graus. Bad und Klo außerhalb des Zimmers, damit hätten wir noch leben können, aber unser Zimmer hatte kein isoliertes Fenster und es war Februar. Das Bad… Urrrgs… Und der nächste Morgen war dann der Entschluss zu – schnell weg hier – und 30 Euro mehr investieren.

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