Der Matterhorn Glacier Trail – (K)eine Begegnung mit dem Matterhorn

Ach herrje, was für eine Suppe. Heute sieht man ja gar nichts. Gefühlt keine 10 Meter weit. So können wir unmöglich unsere Wanderung starten…

Nach einem kurzen Frühstück mit mitgebrachten Broten entscheiden wir uns, erst mal aufs Klein Matterhorn zu fahren und dem Wetter so die Chance zu geben, etwas besser zu werden. Da wir sowieso bereits am Trockenen Steg sind, liegt das Klein Matterhorn nur eine Gondelfahrt entfernt.

Oben in der dünnen Luft angekommen, müssen wir feststellen: es schneit! Na prima! Und statt des grandiosen Blickes, den man normalerweise von hier oben hat und den ich so gut kenne, sehen wir heute nur grau und weiß. Also verkrümeln wir uns in das Restaurant hier oben und gönnen uns zwei heiße Schokoladen mit Sahne. Das hebt das Wohlbefinden doch direkt um einiges.

Als wir ca. eineinhalb Stunden später wieder am Trockenen Steg stehen, hat sich das Wetter tatsächlich gebessert. Es ist zwar noch immer wolkig und kein Matterhorn in Sicht, aber zumindest hat man jetzt bessere Weitsicht. So können wir unsere geplante Wanderung wie gewollt angehen.

Der Matterhorn Glacier Trail

Heute laufen wir den Matterhorn Glacier Trail, direkt am Fuße des Matterhorns vorbei. Also theoretisch. Praktisch ist leider auch so kurz vor unserer Nase das Matterhorn in den Wolken verschwunden. Wie schade! Ich ärgere mich doch schon sehr, wie schön wären erst die ganzen Fotos, wenn das Matterhorn zu sehen wäre! Stefan wird von mir auch direkt mit Abreiseplänen konfrontiert.

Aber zum Glück ist die Wanderung auch bei wolkenverhangenem Berg und Himmel toll. Es geht über Stock und Stein, ein richtiger Weg ist meistens nicht zu erkennen. Zwischendurch stehen immer wieder Tafeln mit Informationen über den Gletscher und seine Lebewesen. Landschaftlich stelle ich es mir in Nepal und Tibet auch so ähnlich vor. Man fühlt sich wie auf dem Dach der Welt irgendwie. Berge sind einfach der Wahnsinn!

Die Tour des Matthorn Glacier Trails dauert etwa 2,5 Stunden und führt uns vom Trockenen Steg bis zum Schwarzsee. Auf den letzten Metern in der Geröllwüste geht es ein Stück bergauf, ansonsten ist die Strecke bisher recht eben gewesen. Um zum Schwarzsee zu gelangen, müssen wir ein ganzes Stück bergab. Und dann fängt es auch noch an zu regnen! Klasse! Schwarzsee und Regen – das gehört wohl einfach zusammen. Schon vor vielen Jahren habe ich mit meinen Eltern eine Wanderung zum Schwarzsee gemacht, bei der wir bis auf die Haut durchnässt wurden. Dieses Mal ist es zum Glück nicht ganz so schlimm. Und nach ein paar Minuten ist es auch wieder vorbei.

Am Schwarzsee angekommen, bin ich immer noch so laufmotiviert, dass ich Stefan überrede, noch den Lärchenweg bis Furi zu gehen. Begeistert ist er nicht, aber mir zu Liebe kommt er mit. Unterwegs ins Tal begegnen uns lauter spielende (oder auch kämpfende?) Murmelis. Knuffig. Und dann bietet sich uns auf einmal ein grandioses Bild: ein Regenbogen über dem Tal bzw. über Zermatt. Wie toll! Schnell knipsen wir ein paar Bilder, bevor der Regenbogen auch schon wieder verschwunden ist.

Auf dem letzten Stück des Weges macht der Lärchenweg seinem Namen alle Ehre und führt uns unter Lärchen hindurch. Hier wird es dann doch sehr anstrengend, wir sind ganz schön ko. Daher gönnen wir uns in Furi erst mal ein schönes Stück Kuchen. Da geht’s einem doch direkt wieder besser!

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