Buchvorstellung im April: „Der Anschlag“ von Stephen King

11 von 11 im April: Heute nehmen wir euch mit auf eine Reise in die USA der 1950er und 1960er Jahre…

Ja, ich habe mich tatsächlich mal an einen Roman von Stephen King herangetraut. Normalerweise bin ich kein Fan von Krimis oder Horrorstories, dann traue ich mich nämlich nicht mal mehr allein auf die Toilette. Stephen King fällt somit eigentlich aus meinem Leseschema raus.

Bei diesem Roman war es allerdings anders. Im Geschäft hat mich das Buch bereits durch seinen Umfang (1.072 Seiten) angezogen. Da lohnt sich wenigstens mal das Geld für einen Roman. Der Klappentext hat mich dann vollends überzeugt. Es geht nämlich um eine Zeitreise. So etwas finde ich ja sowieso faszinierend und toll (hier möchte ich ganz kurz auf die Highland-Saga von Diana Gabaldon verweisen). In „Der Anschlag“ geht es um Jake Epping, der in die Vergangenheit reist, genauer gesagt in die Zeit der 1950er Jahre. Er hat das Ziel, den Anschlag auf John F. Kennedy 1963 zu verhindern.

Jake baut sich ein neues Leben mit einem Beruf in der Vergangenheit auf. Wie sollte es anders sein, natürlich verliert er in der Vergangenheit auch sein Herz an eine Frau. Jedoch egal, wie lange er in der Vergangenheit lebt, in der Gegenwart vergehen immer nur drei Minuten. In der Vergangenheit startet er immer wieder neu am selben Punkt, mit jeder Rückreise.Genau am selben Punkt? Wieso hat dann die Person, auf die er als erstes in der Vergangenheit trifft, jedes Mal eine andersfarbige Karte? So langsam überkommen Jake Zweifel, ob er sein Ziel erreichen wird. Und die Vergangenheit scheint sich tatsächlich gegen die Änderungen zu wehren… Welche Konsequenzen für sein Handeln kommen auf Jake zu? Und wird es ihm tatsächlich gelingen, Kennedy zu retten?

Stephen King’s Roman ist sehr spannend in der Handlung. Trotzdem nicht so, wie man sich vielleicht ein Stephen King Buch vorstellt. Es war nie so, dass ich mich gruseln musste. Zum Glück. Die über 1.000 Seiten hat man wie im Flug gelesen. Irgendwie möchte man wirklich immer wissen, wie es weitergeht. Wie will Jake sein Vorhaben umsetzen? Wird er jemals auf Dauer in die Gegenwart zurückkehren? Kann er verbergen, dass er aus der Zukunft stammt? Jake sieht sich jeder Menge Herausforderungen gegenüber, die zu meistern nicht immer einfach ist.

Nebenher erfährt man auch noch einiges über die Geschichte der USA und das Attentat an sich. Mir persönlich war vorher nie bewusst, wie genau John F. Kennedy erschossen wurde.

Um euch einen kleinen Einblick in die Sprache des Romans zu geben, der aus der Sicht von Jake geschrieben ist, hier wie üblich ein kurzer Ausschnitt:

„Es wurde Zeit, Derry zu verlassen, aber bevor ich wegfuhr, hatte ich noch eine letzte kleine Aufgabe zu erledigen. Damit wartete ich bis Montag. Am 13. Oktober nachmittags warf ich meinen Koffer in den Kofferraum des Sunliners und blieb dann erst einmal hinter dem Steuer sitzen, um eine kleine Mitteilung zu verfassen. Ich steckte sie in einen Briefumschlag, klebte ihn zu und schrieb den Namen des Adressaten in Druckbuchstaben auf die Vorderseite.“

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